Jedes Jahr werden weltweit Millionen von Kindern gegen diverse potentiell tödliche Krankheiten geimpft. Die Zahl der Impfschäden ist dagegen verschwindend gering. Da es jedoch keine Wirkung ohne Nebenwirkung gibt, kommt man bei dem Versuch, eine Krankheit auszulöschen, unweigerlich irgendwann an einen Punkt, an dem die Schäden der Impfung zahlenmäßig größer sind als die der Krankheit. Diesen Punkt gilt es zu überwinden. Wenn man statt dessen einen Rückzieher macht und weniger impft, breitet sich die Krankheit wieder aus und man erreicht nie den Punkt, an dem die Impfung unnötig wird.

Nicht selten begegnen mir Eltern, die befürchten, dass ihr Kind nie aufhören würde zu stillen, wenn die Mutter nicht aktiv abstillt. Andere Eltern haben Sorge, ihr Kind nicht mehr aus dem Familienbett zu bekommen, wenn sie es nicht zu diesem oder jenem Zeitpunkt daran gewöhnen, alleine zu schlafen.

Man sagt, das Schreien sei die Sprache der Babys. Das ist falsch. Babys geben von Geburt an vielfältige Signale, die man nur beachten und lesen lernen muss. Babys, deren Bedürfnisse zeitig wahrgenommen und erfüllt werden, schreien in der Regel nicht viel.

Junge Eltern werden aber oft belächelt, wenn sie "bei jedem Mucks gleich springen". Als wäre das Schreienlassen etwas, was man als Eltern erst mal lernen müsse. ("Können Sie das nicht?", wurde ich einmal gefragt. Nein! So etwas will ich gar nicht können.)

Ich war gerade krank. Irgendein blödes Virus hat mich über eine Woche lang völlig aus der Bahn geworfen. So elend ging es mir noch nie, und nach vierzehn Tagen bin ich noch immer nicht wieder richtig fit.

Warum erzähle ich das? Um euch zu sagen: Sowas braucht kein Mensch! "Mein" Virus war vermutlich nicht präventabel und ich werde auch keinen Schaden davon tragen. Doch ich wünschte, es wäre ausgerottet wie die Pocken. Wir haben heute die Möglichkeit, Krankheiten auszurotten, und das sollten wir auch nutzen! Niemand sollte unter präventablen Krankheiten leiden müssen.

Masern sind selten geworden. Das ist gut so. Doch der Mensch vergisst leicht und so reicht eine Generation mit nur wenigen Masernfällen aus, um die Gefahr dieser Krankheit zu unterschätzen.

Eltern sind hin und her gerissen zwischen Impfen und Nicht-Impfen. Sie wollen Schaden von ihren Kindern fern halten. Doch es ist schwierig, Informationen über die Impfungen und die Krankheiten zu bekommen, ohne zwischen die Lager der Impfgegner und Impfbefürworter zu geraten. Die Informationen scheinen nie neutral zu sein, und so wandelt sich die Impffrage dahin, welchem Lager man mehr Glauben schenkt. Überwiegt die Angst vor der Krankheit oder die Angst vor der Impfung?

Windeln gehören zu einem Baby einfach dazu. Sie sind für die meisten von uns so normal, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, dass es auch ohne sie gehen könnte. Selbst ein Blick in andere Länder wirkt da nicht unbedingt erhellend. Wenn wir beispielsweise ein indisches Kind mit nacktem Popo auf dem Arm der Mutter sehen oder ein afrikanisches Baby halbnackt im Tragetuch auf dem Rücken der Mama, dann denken wir eher "die Armen können sich keine Windeln leisten" als "wieso werden die eigentlich nicht ständig von ihren Kindern vollgepieselt?". Dabei ist die Antwort ganz einfach: sie brauchen keine Windeln, weil sie merken, wann das Kind muss! Dann halten sie es ab, das Kind erleichtert sich und fertig. Hört sich für mich viel praktischer und sauberer an, als Windeln zu waschen und verschmierte Popos zu säubern. Sollten Windeln vielleicht doch nicht notwendig sein?

Dieser Artikel erschien zuerst in der Stillzeit 4/2009 (Vereinszeitschrift der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen)

Als der kleine Heinrich geboren wurde, war er bedeckt mit Käseschmiere, wie es jedes Kind bei seiner Geburt mehr oder weniger ist. Diese Käseschmiere oder -firniss galt es zu entfernen. "Durch gelindes Reiben und Waschen in dem Bade wird das Kind von dem anklebenden Firniß und Schmutz befreit, und die zur Gesundheit nöthige Ausdünstung durch die Haut dadurch erleichtert." [Henke, 1832] Unmittelbar nach der Geburt wurde unser Heinrich nun gebadet. Doch wie sah dieses Baden aus? Um das beurteilen zu können, betrachten wir, wie warm, womit und wie lange gebadet wurde.

»Bei meinem Kind mache ich das anders«

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