Familienleben einst & heute - der Podcast

Mit Karin Bergstermann und Janine Funke. Jeden 2. Donnerstag im Monat neu.

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"Schon in den ersten Lebenstagen wird das Kind täglich eine Zeit lang getragen werden müssen. Für die Wärterinn ist es das Bequemste, das Kind in einen Mantel einzuklemmen und es auf diese Art zu tragen; aber für das Kind ist es nicht heilsam.

Da das Kind in der ersten Zeit warm eingewickelt ist, also keine Erkältung in dem ohnehin warmen Zimmer befürchtet werden kann, so lasse man es vielmehr so auf beiden Armen tragen, daß der Kopf des Kindes höher liegt und es seine Glieder ausstrecken kann. Auch dahin ist immer zu sehen, daß die noch schwachen Augen des Kindes nicht dem vollen Lichte, oder dem Lichte von einer Seite ausgesetzt werden, indem das Kind im ersten Falle leicht eine Augenentzündung davon tragen, im letzten Falle schielen wird. Schreiet das Kind heftig, so muß seine Lage verändert werden, und da Leibschmerzen gewöhnlich die einzige Ursache seines Geschreies sind, so wird das Geschrei gewöhnlich bald aufhören, wenn die Wärterinn das Kind sanft an sich drückt. Späterhin, wenn das Kind das Zimmer verläßt, ist es zwar nothwendig, daß es in einem Mantel getragen wird, und es ist, besonders bei lebhaften Kindern, sicherer, wenn die Wärterinn den Mantel trägt, als wenn man dem Kinde einen Mantel umhängt; aber es darf nicht zu fest eingepreßt werden. Befindet es sich im Freien, so muß es umhergetragen und besonders sorgfältig von Zugluft, gegen welche die Wärterinnen in der Regel ganz unempfindlich sind, bewahrt werden. Noch mehr Freiheit gewährt es dem Körper des Kindes, wenn man es in einem kleinen Wagen fährt, und selbst die Erschütterung, die es dabei erleidet, stärkt seine Nerven und Muskeln. Dahin ist aber auf jeden Fall zu sehen, daß das Kind nicht zu rasch und unvorsichtig gefahren werde, da ein Umwerfen des Wagens für den zarten Körper sehr nachtheilige Folgen haben kann."

Erziehungslehre für gebildete christliche Mütter, In Vorlesungen von Dr. Gustav Adolf Friedrich Sickel, 2. Auflage, Magdeburg, 1850, S. 19f

»Bei meinem Kind mache ich das anders«

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