"Bei der Wahl ihrer Stellung soll die Kinderpflegerin sich nicht davon leiten lassen, jenes Haus zu bevorzugen, wo man ihr das angenehmste Leben zu bieten vermag; nein, dort soll sie hingehen, wo man ihrer am meisten bedarf.

Wo viele Kinder sind, da ist ein Feld, sich zu betätigen, da kann sie ihre Kräfte stählen, und keine bessere Empfehlung kann sie sich selbst ausstellen, als wenn sie sich in einer kinderreichen Familie jahrelang betätigt und über ihre Verwendung ein schönes Zeugnis erhalten hat.

Sie soll auch das einfache Haus nicht verschmähen. Es ist nur Gerechtigkeit, wenn sie nicht wieder jene bevorzugt, die ohnehin vom Schicksal und Leben schon die Bevorzugten sind. Die bürgerliche Frau, auf der oft der Lebenskampf erdrückend lastet, die Beamten- und Offiziersfrau, die ein standesgemäßes Haus führen muß und sich nicht viel Hilfskräfte leisten kann, die erwerbende Frau, sie bedürfen der Unterstützung am meisten."

Die Kinderpflegerin, Hedwig Reich, 1913

Mehr dazu: Die Kinderpflegerin

»Bei meinem Kind mache ich das anders«

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