Nach Devillier’s Angaben starben in Paris während der Belagerung 1870/71, wo die Mütter ihre Kinder selbst zu säugen gezwungen waren, 17%, während sonst deren Sterblichkeit 33% beträgt. Und von den Kindern, die, wie es in Frankreich üblich ist, auf das Land gegeben werden, sterben bei Aufpäppelung 71%.

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Die Nahrung im zweiten Lebensjahre soll aus Gemüse, Reis, Mehl, Zwieback, Fleischbrühe, aus Obst und Milch bestehen. Wenn noch weiter 5 Mahlzeiten pro Tag beibehalten werden, so sind diese nun so einzurichten, daß nur 3 von ihnen als Hauptmahlzeiten und 2 als Zwischenmahlzeiten zu gelten haben.

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"Für die Mutter nun, die ihr Kind stillen will, ist die Frage am wichtigsten, ob sie ihr Kind stillen kann, ob ihre Nahrung für ihr Kind ausreichen wird. Hat sie bereits ein anderes Kind gestillt, so geht sie mit der Hoffnung in das neue Wochenbett herein, daß sie auch dieses Kind wird nähren können.

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"Das Kind braucht also das Spiel zu seiner geistigen Fortentwicklung, und es scheint ihm demnach doch ein tieferer Sinn zugrunde zu liegen. Wie seine sachgemäße Ernährung und Körperpflege wichtig für sein körperliches Gedeihen sind, so ist das Spiel bedeutungsvoll für seine geistige Entwicklung.

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"Wer sich nicht gleich dazu entschließen kann, ein Kind zu strafen, um es zum Gehorsam zu bringen, der wird oft dazu gezwungen, wenn er die Methode der Belohnung erschöpft hat.

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"Vor der Geburt führte das Kind ein stilles Pflanzenleben, tief verborgen und eingewurzelt im Schooße der Mutter; weit einfacher waren die zu seinem Leben und Gedeihen nothwendigen Verrichtungen, und keine Gefahr konnte ihm drohen, so lange das Wohlseyn und die Gesundheit der Mutter nicht gestört wurde."

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"Vom ersten Lebenstage ab haben wir es schon in der Hand, den kindlichen Willen den gültigen Anschauungen von dem, was man als richtig anerkannt, anzupassen. Wir haben es an die Ordnung zu gewöhnen, die ihm die meiste Aussicht auf ein normales Gedeihen bietet."

Der Säugling - seine Ernährung und seine Pflege, Dr. Walther Kaupe, 1907