Was ist Familie? Zu unterschiedlichen Zeiten wurde diese Frage sehr unterschiedlich beantwortet. Werfen wir einen Blick auf diese Vielfalt.

Sind Namen Schall und Rauch oder sind sie identitätsstiftend? Der Name, der uns bei der Geburt gegeben wird, begleitet uns meist unser ganzes Leben lang. In Deutschland gibt es nur wenige Möglichkeiten, ihn zu ändern. Das ist aber erst seit 1875 so.

Ich arbeite derzeit an einem Artikel über Spreewaldammen für die Zeitschrift Die Mark Brandenburg. In diesem exklusiven Beitrag lasse ich meine Unterstützer*innen auf Steady und Patreon ab der Stufe "Hinter den Kulissen" an meiner Quellenrecherche teilhaben.

Ammen waren in der Regel ledige Mütter und als solche nicht gerade hoch angesehen. Doch Spreewaldammen erfreuten sich im 19. Jahrhundert insbesondere in Dresden und Berlin großer Beliebtheit. 

Ich habe ja schon recht oft über Ammen, ihre Kinder, ihre Arbeitgeberinnen und ihre Auswahl geschrieben. Doch Spreewaldammen sind noch einmal ein Thema für sich. Die Menschen im Spreewald wurden Wenden genannt. Es handelte sich bei den Wenden um einen slawischen Volksstamm. Sie haben sich innerhalb Deutschlands ihre eigene Kultur aufrecht erhalten.

Lies den Artikel hier auf Steady oder hier auf Patreon. Danke für Deine Unterstützung!

Bis zur Einführung des Reichsgesetzes vom 6. Febr. 1875 gab es in Preußen neben der gewöhnlichen Ehe oder "Ehe zur rechten Hand" auch die "Ehe zur linken Hand". Diese erlaubte Männern, eine Frau von niedrigerem Stand zu heiraten. Seit 1791 galt dieses Recht nur noch für Adlige und hohe Beamte. Es musste vom Landesherrn eine Erlaubnis zu dieser Eheschließung erteilt werden.

Das Patriarchat macht die Mutter zum Idol, um der Frau klare Grenzen zu setzen, außerhalb derer sie sich nicht bewegen darf. In der Idealvorstellung geht die Frau ganz in der Mutterrolle auf. Wer sich dieser Rolle nicht hingeben will, ist zu verachten. 

"Es gibt nur einen weiblichen Beruf - den Veruf der Gattin, Mutter und Hausfrau; nur eine Vorbereitung für denselben - die Familie; nur eine weibliche Tugend - die selbstlose und selbstverleugnende Hingebung; nur einen weiblichen Fehler - die Selbstsucht."
Die häusliche Erziehung, Sigismund Stern, 1867

Aber auch moderne Erziehung schützt nicht vor dem Gefühl, sich aufopfern zu müssen, um eine gute Mutter zu sein. Besonders der Anspruch, ein Kind bindungsorientiert zu erziehen, kann dazu führen, dass Eltern ihre eigenen Bedürfnisse bis zur Erschöpfung den (vermeintlichen) Bedürfnissen des Kindes unterordnen. 

Die Frage nach dem Beginn des Lebens ist im Christentum bei zwei Ereignissen besonders relevant: bei der Nottaufe und bei der Abtreibung.

Unsere Lebensumstände unterscheiden sich drastisch von denen unserer Vorfahren - selbst von denen unserer Eltern und Großeltern. Welche Neuerung beeindruckt Dich am meisten? Welche fehlt in dieser Aufzählung?

Zur Wahl der Amme äußert sich Adolph Henke 1832 folgendermaßen:

"Die vordem mit Recht befolgte Regel, ein Landmädchen den Städterinnen vorzuziehen, leidet in unseren Tagen, wo die Sittenverderbniß und venerische Uebel durch die steten Durchzüge der französischen Heere, eben so sehr auf dem Lande verbreitet sind, auch keine unbedingte Anwendung." 

Taschenbuch für Mütter, Adolph Henke, 1832

In einem Hebammenkalender für das Jahr 1879 habe ich die Gebührenordnung für Hebammen aus den Jahren 1875 (Preußen) und 1876 (Königreich Württemberg) gefunden. Für die bessere Vergleichbarkeit habe ich die Beträge umgerechnet. 1 Mark im Jahr 1875 entspricht 6,80 Euro im Jahr 2020. Quelle

Kinderzimmer gibt es noch gar nicht so lange. Klar, Adlige und die Super-Reichen hatten schon immer viele Zimmer zur Verfügung. Und da sich in diesen Kreisen die Eltern selber kaum um die Kinder kümmerten, hatten diese auch von den Eltern getrennte Räumlichkeiten. Oftmals schlief dann aber das Kindermädchen bei den Kleinen. Doch die breite Bevölkerung kannte Kinderzimmer nicht. Diese kamen erst im Biedermeier auf.

Mehr als eine Sprache zu sprechen, eröffnet Einblicke in andere Kulturen, erweitert den Horizont, erzeugt eine Vielfalt an Möglichkeiten. Mit mehr als einer Sprache aufzuwachsen macht nicht nur den Spracherwerb leichter. Studien haben gezeigt, dass Zweisprachigkeit das Gehirn nachhaltig positiv verändert. 

Im 19. Jahrhundert war Französisch die beliebteste Wahl für zweisprachige Erziehung. Das war so nachhaltig, dass wir noch heute das Bild der Gouvernante kennen. Französisch gehörte zum guten Ton, nicht nur in der Oberschicht. Doch Nationalisten war die Toleranz, die durch die Mehrsprachigkeit gefördert wurde, ein Dorn im Auge.

Jetzt buchen!

Die Anmeldung für folgende Webinare läuft:

Brusternährung und Säugegeschäft

Termin: 12. Jan 2023
Frühbuchungspreis: 40 €
Normalpreis: 50 € 

Generationenkonflikte einst & heute

Termin: 26. Jan 2023
Frühbuchungspreis: 35 €
Normalpreis: 45 € 

weitere Termine und Kurse hier.

»Bei meinem Kind mache ich das anders«

Unterstützen

Dieser Blog lebt durch Crowdfunding. Jedes bisschen hilft.

Steady: Hier kannst Du den Newsletter abonnieren und den Blog durch monatliche oder jährliche Beiträge unterstützen.
Patreon: Alternative zu Steady. Hier sind nur monatliche Beiträge möglich.

Steady und Patreon bieten verschiedene Förderstufen mit diversen Vorteilen für Dich. Schau doch mal rein!

Ko-Fi: Spendiere mir einen Kaffee! (Crowdfunding durch Einmalzahlung über PayPal.)

Herzlichen Dank für Deine Unterstützung!

Familienforschung