Von der Wärterin liest man häufig in den Erziehungsratgebern des 19. Jahrhunderts. Sie war allgegenwärtig. Doch was ist eine Wärterin und was sind ihre Aufgaben?

"Wärterin" ist eine alte Bezeichnung für eine Pflegerin oder Helferin jeglicher Art. Es waren Frauen, die sich in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes einer Sache/Aufgabe annahmen. Sie halfen in der Kindererziehung, bei der Geburt, im Wochenbett oder im Haushalt. Sie waren Kindermädchen, Doulas oder Familienhelferinnen. Reiche Familien hatten häufig eine Kindswärterin neben der Amme. Auf diese Weise war die Erziehung des Kindes von der Ernährung getrennt und die Herrschaft machte sich nicht abhängig von der Stillfähigkeit der Amme.

Der Scharlach hat dank moderner Antibiotika seinen Schrecken verloren. Eine Impfung gibt es nicht. Es gab allerdings mal eine. Sie bot jedoch nur einen Schutz für 1-3 Jahre.

Es ist erstaunlich, wie lange man nur wenig über die Krankheit wusste. Dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt, war selbst 1964 noch keine gesicherte Erkenntnis.

Im Zuge der Recherche für meinen Beitrag über die Masern hatte mich interessiert, wie viele Kinder wohl früher an heute impfbaren Krankheiten gestorben sind. Da ich aber nicht die Möglichkeiten (Zeit und Geld) habe, eine stichhaltige Statistik aufzustellen, wollte ich zumindest schauen, wie das in einer Gegend war, aus der meine eigenen Vorfahren kamen. Ich habe die Gemeinde Kirn bei Münchham in Niederbayern ausgesucht, da
1) deren Kirchenbücher online einsehbar sind,
2) die Gemeinde mit ca 20 Todesfällen im Jahr überschaubar klein war,
3) ich persönlich an diesem Örtchen hänge.

Ein zu kurzes Zungenbändchen kann große Probleme beim Stillen verursachen. Der Begriff ist jedoch irreführend, besser wäre es, würde man es "einschränkendes Zungenbändchen" nennen. Denn genau darum geht es: die Beweglichkeit der Zunge ist eingeschränkt. Da die Zunge die Hauptarbeit beim Stillen leistet, ist leicht einzusehen, dass ihre Beweglichkeit von großer Wichtigkeit ist. Beschwerden, die ein zu kurzes Zungenbändchen hervorrufen kann, sind unter anderem: wunde Brustwarzen, extrem häufige und lange Mahlzeiten, Abrutschen von der Brust, Milchmangel und nicht zuletzt eine unzureichende Gewichtsentwicklung.

Vieles, was wir heute über Kindesentwicklung wissen, haben wir durch Beobachtung gelernt. Doch der Weg zu unserem heutigen Wissen war alles andere als geradlinig. Vor allem waren die Deutungen unserer Beobachtungen immer auch geprägt von Zeitgeist, Vorwissen und nicht zuletzt Vorurteilen. Hier einige Beispiele für falsche Interpretationen.

Mumps ist eine der Krankheiten, die man seinen Kindern samt Komplikationen und Spätfolgen heute ersparen kann. Hier ein paar Texte aus der Zeit als es diese Möglichkeit noch nicht gab. Besonders fällt mir auf, wie gering die Schmerzen beurteilt werden. Ich hatte Mumps, und die Schmerzen waren die Hölle.

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