Ja, heute ist Blogtag. Nein, ich habe heute nicht gebloggt. Also nicht so, wie ich wollte. Drei Mal hab ich alles über den Haufen geschmissen. Nicht, weil ich nicht voran kam, sondern weil ich mich bei der Recherche in den Untiefen der Online-Bibliotheken verloren habe.

Also wird dies ein Meta-Blogbeitrag. Ein Beitrag übers Bloggen. Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema des Blogs zu beschäftigen, gab es noch so gut wie keine Originalwerke online zu lesen. Ich musste sie mir selber besorgen. Zugang zu den richtigen Uni-Bibliotheken hatte ich nicht, so blieb mir nur das Sammeln. 

Aber jetzt sind online so viele Werke zugänglich, dass es leicht ist, sich von einem zum nächsten zu klicken und dabei den Fokus zu verlieren oder zu verschieben. Und ein Fundstück ist faszinierender als das nächste. Vielleicht lohnt es sich ja, die besten Funde mal zu sortieren und im Blog zu verlinken.

So habe ich heute unter anderem herausgefunden, dass

  • es in Bremen 1877 bei Geldstrafe oder Haft verboten wurde, Kinderwagen zu verkaufen, bei denen der Anstrich des Verdecks mehr als zwei Prozent Blei enthielt. Quelle 
  • es 1791 Ammen polizeilich verboten war, Kinder zu sich ins Bett oder mehrere Kinder in dieselbe Wiege zu legen. Quelle 
  • auch 1878 Hebammen schon schlecht bezahlt wurden. Quelle 
  • es bereits 1866 Stimmen gab, die davor warnten, den Willen des Kindes zu brechen. "Aber was sollte wohl das Kind später mit einem gebrochnen Willen anfangen, da es in der Welt einen ungebrochnen, einen gesunden, frischen und festen Willen braucht?" Quelle 

Wenn Ihr mal einen Text einer echten Pionierin des Feminismus lesen wollt, empfehle ich Euch Hedwig Dohms "Wissenschaftliche Emancipation der Frau" von 1874. 

Das waren jetzt alles Originalquellen mit gotischer Schrift. Zum Teil schlecht eingescannt. Aber beim Deutschen Textarchiv findet Ihr zum Beispiel Caroline Rudolphis "Gemälde weiblicher Erziehung" von 1807 mit "Übersetzung" neben dem Originaltext. 

Nächste Woche gibt es wieder einen "richtigen" Beitrag. Versprochen.

»Bei meinem Kind mache ich das anders«

Unterstützen

Dieser Blog lebt durch Crowdfunding. Jedes bisschen hilft.

Steady: Hier kannst Du den Newsletter abonnieren und den Blog durch monatliche oder jährliche Beiträge unterstützen.
Patreon: Alternative zu Steady. Hier sind nur monatliche Beiträge möglich.

Steady und Patreon bieten verschiedene Förderstufen mit diversen Vorteilen für Dich. Schau doch mal rein!

Ko-Fi: Spendiere mir einen Kaffee! (Crowdfunding durch Einmalzahlung über PayPal.)

Herzlichen Dank für Deine Unterstützung!