Es kommt gar nicht selten vor, dass Schwangere bezweifeln, dass sie stillen können, weil ihre Mutter nicht stillen konnte. Dabei konnten unsere Mütter und Großmütter meist nur deshalb nicht erfolgreich stillen, weil ihnen von Ärzten und Hebammen Falschinformationen eingebleut wurden.

Dass viele Mütter am Stillen scheiterten wurde jedoch nicht auf die aus heutiger Sicht abstrusen Stillregeln zurück geführt, sondern die Ursache und Schuld wurde bei den Müttern gesucht. Es war durchaus bekannt, dass die Nachfrage das Angebot regelt und die Milchmenge sich anpasst, je mehr oder weniger gestillt wird.

Neben meinem eigenen Blog habe ich auch Beiträge zu ein paar anderen Blogs geleistet. Ich dachte mir, dass Ihr die vielleicht auch mal lesen wollt.

Das Bild von der Amme ist geprägt von Missverständnissen und romantischer Verklärung. Heute wollen wir mal ein bisschen damit aufräumen. Da sich der Säuglingspflege-Blog mit der Zeit ab Ende des 18. Jhdt beschäftigt, wollen wir uns auch in dieser Frage auf diese Zeit konzentieren.

Kinder- und Babykleidung von heute ist praktisch, pflegeleicht und überall günstig erhältlich. Vor 100 Jahren jedoch war sie hauptsächlich selbstgemacht. Statt Druckknöpfen und Reißverschlüssen gab es Bändchen und Knöpfe. Gerne wurde die Kleidung auch reichlich mit Borten und Stickereien verziert. Kleidchen, Hosen und Röcke hatten oftmals einen breiten Saum, der dann ausgelassen wurde, wenn das Kind wuchs.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwarf die Österreicherin Hedwig Reich einen Kurs zur Kinderpflegerin. Dieser Kurs war in erster Linie als berufliche Qualifikation gedacht, aber auch als Lehrstück für zukünftige Mütter. Die Kursinhalte sind uns erhalten geblieben, da Hedwig Reich 1913 ein Lehrbuch dazu geschrieben hat. Das Buch ist eine erweiterte Ausgabe ihres Handbuchs für Mütter von 1912.

Immer wieder tauchen in den Erziehungsratgebern Berichte aus anderen Ländern auf. Der Vergleich dient manchmal als Vorbild, manchmal als Gegenargument. Aus heutiger Sicht ist es interessant zu sehen, welche Abweichungen es gab, und ob diese insgesamt auf eine andere Einstellung gegenüber Kindern hindeuten oder nicht, so wie diese Behandlung einer amerikanischen Familie auf Besuch in Deutschland. Besonders häufig wurde England zum Vergleich herangezogen. Doch auch aus anderen Ländern gab es Berichte. Hier eine kleine Auswahl.

Es ist eine Sache, was in Erziehungsratgebern gefordert wird. Es ist eine andere Sache, ob und wie Eltern diese Forderungen umsetzen. Zwischen den Zeilen lassen uns so manche Erziehungsratgeber aber auch das wissen.

Früher fiel die Aufgabe der Kinderpflege und -erziehung fast ausschließlich an Mütter und diese zogen ihre Kinder meist ähnlich groß, wie sie selber groß geworden sind. Der Einfluss der Erziehungsratgeber stieg zwar mit der Zeit, aber er stieg zunächst sehr langsam. Mütter folgten lieber ihren Instinkten.

In vielen Erziehungsratgebern des 19. Jahrhunderts wird Gehorsam von den Kindern verlangt. Ohne ihn sei eine Erziehung gar nicht möglich und manche behaupteten sogar, er sei den Kindern ein Bedürfnis.

Heute werfen wir mal einen Blick in andere Länder. Nur zu leicht pflegt der Mensch das als normal anzusehen, was er in seinem direkten Umfeld erlebt. Doch was für uns normal ist, muss für andere noch lange nicht normal sein. Ein Blick über den Tellerrand erweitert den Horizont.

Diesen Sommer widmen wir uns Berichten, Ansichten und Erfahrungen, die nicht dem Mainstream entsprachen. Denn auch wenn wir spätestens ab der Kaiserzeit der schwarzen Pädagogik entgegen steuerten, so heißt das doch nicht, dass es nicht auch gegensätzliche Meinungen gegeben hat. Wir feiern die Intuition, die Liebe und die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern.

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Die Anmeldung für folgende Webinare läuft:

Brusternährung und Säugegeschäft

Termin: 12. Jan 2023
Frühbuchungspreis: 40 €
Normalpreis: 50 € 

Generationenkonflikte einst & heute

Termin: 26. Jan 2023
Frühbuchungspreis: 35 €
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»Bei meinem Kind mache ich das anders«

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